Nachhaltigkeit

Eine Welt

Nachhaltigkeit. Uff. Was für ein riesiges Wort, was für eine Herausforderung.
Verständlich, dass viele Unternehmer*innen das Thema vermeiden - dann natürlich, ein so belastetes und bedrohliches Thema wie die aktuellen und künftigen Umweltproblematiken sind unbequem und damit schlecht für's Geschäft. Das schlechte Gewissen macht die Einkaufstüte einfach zu schwer.
Um so wichtiger, Prioritäten zu setzen - hier ein paar ehrliche Worte:

Wir alle sind die Erde. Wir haben oder besitzen sie nicht, wir sind nur für einen kurzen Augenblick in ihrer kontinuierlichen Entfaltung und ihrem Werdem zu Gast und dürfen teilhaben an den unendlichen Wundern, die sie hervorbringt.
Schon seit Jahrzehnten wird immer offensichtlicher, wie viele dieser Wunder Menschen durch anthropozentrisches Verhalten und eine unterschätzte Überbevölkerung unwiderruflich zerstört haben.
Und ganz ehrlich, wir alle sind Teil davon und treiben diesen Prozess Tag für Tag weiter voran. Das ist keine Frage von Schuld, denn wir werden in ein ökologisch absolut dysfunktionales System hineingeboren und nehmen es als Normalität wahr.
Erst im Bewusstwerden darüber liegt die Möglichkeit des freien Willens und der ethischen Entscheidungen. Und solange wir nicht die Möglichkeit haben, außerhalb der gegebenen Systeme zu agieren sollten wir innerhalb dieser die bestmöglichen Entscheidungen treffen, oder?

Die Verantwortung hierfür liegt wiederum nicht nur bei uns allen als individuellen Konsumentscheider*innen, sondern auch bei allen Unternehmer*innen, die verantwortungsvolle Entscheidungen mit ermöglichen.

Das ist für mich einer der zentralen Aspekte an SCHMAUCH® als Unternehmen
(und meinem Leben als ganzem).
Und ganz ehrlich, es ist richtig schwer. Was ist richtig, was nicht? Was ist das kleinere Übel, auf was sollte ich ganz verzichten? Ist es okay, dass meine Outdoor-Sticker auf beständiger PVC-Folie gedruckt sind und ich mir gleichzeitig auf die Fahne schreibe, dass meine Pfeifen und Verpackungen plastikfrei sind?
Wie sehr setzen Unternehmen wie Fyleralarm und die Post ihren CO2-Ausgleich auch um?
Reicht es, auf Tropenhölzer zu verzichten, oder ist auch amerikanischer Nussbaum raus? Und warum zum Teufel kann man bei kaum einem Rohmaterial die CO2-Bilanz herausfinden?

Wie immer, wenn man sich von dem riesigen Berg, vor dem man steht, erschlagen fühlt, gilt: Ein Schritt nach dem anderen. Immer das Ziel im Auge behalten und dennoch nicht vergessen, dass nur der Weg jetzt gerade real ist.
So gehe ich an jede unternehmerische Entscheidung heran. Ein paar Grundregeln helfen: So wenig Kunststoffe wie möglich verwenden. Ökostrom und CO2-Ausgleich. Keine Arten durch Ressourcen-Übernutzung gefährden. Weniger ist mehr. Die Dinge besser gleich einmal richtig als zweimal falsch machen. Mit Menschen zusammenarbeiten, die die eigenen Werte teilen. Ehrlichkeit - Euch und mir selbst gegenüber. Verzichten können, Abkürzungen auf Kosten Anderer vermeiden. Immer wieder die eigene Perspektive verlassen und ganz besonders: Andere Menschen um Rat fragen.

Also los: Was fällt euch ein? Was seht ihr kritisch, was kann ich verbessern? Womit habt ihr gute oder ungute Erfahrungen gemacht? Seid kreativ, seid ehrlich und bitte helft mir mit euren Stimmen bei dieser Mission. Denn ihr seid Teil des Ganzen und ich bin es auch. Wir alle sind die Erde. Wir sind eine Welt.